Das Bunte Meißen beim Literaturfest 2020

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Ein turbulentes Jahr nähert sich seiner Zielgeraden. Viele geplante Veranstaltungen konnten in diesem Jahr nicht stattfinden, daher freuen wir uns umso mehr und danken dem Kulturverein Meißen, dass das Literaturfest 2020 stattfinden kann.

Wie auch in den vergangenen Jahren ist das Bunte Meißen wieder mit von der Partie, diesmal sogar mit 2 Lesungen. Da es durch die aktuellen Hygieneregeln weniger Sitzplätze am Veranstaltungsort gibt, empfehlen wir pünktliches Kommen!

Samstag 05.09.2020 – 15:00 Uhr – Bahrmanns Hof / Laden, Webergasse 2

Abdalla Salloum und Florian Bems lesen “Das arabische Unglück” von Samir Kassir.
Die Lesung findet auf deutsch und arabisch statt.

“Das arabische Unglück” ist der Versuch einer Analyse der momentanen Stimmung in den arabischen Ländern aus der Sicht eines ihrer prägnantesten Intellektuellen.

Samir Kassir war ein libanesischer Journalist und Intellektueller. Der Sohn eines Palästinensers und einer Syrerin studierte Philosophie und Geschichte in Paris. Er war Professor für Politikwissenschaften an der Universität Beirut-Aschrafiyya und Journalist der libanesischen Tageszeitung an-Nahar. Bekannt für seine anti-syrische und regierungskritische Haltung, kommentierte und analysierte er oft in europäischen Medien die Situation im Nahen Osten. Am 2. Juni 2005 wurde er im Beiruter Stadtteil Aschrafiyya durch eine Autobombe vor seinem Haus getötet.

05.09.2020 – 16:00 Uhr – Bahrmanns Hof / Laden, Webergasse 2

Multimediale Lesung mit Begleitmusik – Geralf Pochop

UNTERGRUND WAR STRATEGIE – PUNK IN DER DDR: ZWISCHEN REBELLION UND REPRESSION
https://www.untergrund-war-strategie.de/buch/

In der DDR wurden Menschen wegen ihres Musikgeschmacks und Äußeren wie Feinde behandelt. Als Zeitzeuge präsentiert Geralf Pochop mit einer Performance aus Erzählung, Lesung, Bildspots, Leidenschaft, Ton-Dokumenten, Original-Utensilien und Stasiakten sowie einem Live Musiker in einem multimedialen Kulturprogramm die „intensivste Zeit“ seines Lebens als Punk in der DDR.

Geralf Pochop, 1964 geboren und aufgewachsen in Halle (Saale), lernte in der DDR Funkmechaniker, besetzte 1982 zusammen mit Freunden eine Wohneinheit, hatte damals Kontakte zur kirchlichen Subkultur und zur Ostpunkszene und erlebte erstmals die Brutalität der Staatsorgane gegenüber Andersdenkenden am eigenen Körper. 1983 beteiligte er sich an Demonstrationen der unabhängigen DDR-Friedensbewegung und landete in den Verhörzellen des berüchtigten „Roten Ochsen“, dem Gefängnis der Staatssicherheit in Halle (Saale). Seit seiner Rehabilitierung und Anerkennung als politischer Gefangener der DDR im Jahr 2011 beschäftigt er sich intensiv mit der DDR-Vergangenheit und verbringt viel Zeit in Stasiarchiven. Außerdem hält er Vorträge und gibt Workshops als Zeitzeugenreferent zum Thema Punk in der DDR und betreibt die Internetseite www.facebook.com/PunkinderDDR. Weitere Infos auch unter: www.untergrund-war-strategie.de

Wir freuen uns auf euren Besuch bei den beiden Lesungen.

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