[:de]Stellungnahme Buntes Meißen zur SZ Berichterstattung[:]

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Buntes Meißen – Bündnis Zivilcourage:  Stellungnahme zum SZ-Artikel vom 31.12 „Geteilte Meinungen zu Multikulti-Projekt.“  Überschrift der späteren Druckausgabe: „Förderung des Internationalen Gartens umstritten“

Ihre Berichterstattung zum Internationalen Garten in den letzten Tagen des Dezembers hat unseriöse und kritikwürdige Züge angenommen, die dem Integrationsprojekt Schaden zufügen und damit  die Arbeit der Haupt-und ehrenamtlichen Helfer des Vereins herabwürdigen. Sie betiteln in ihrer online – Ausgabe vom 31.12. den Internationalen Garten als Multikulti-Projekt. Dieser negativ belegte Begriff, der eine beliebige Vermischung von unterschiedlichen Kulturen suggeriert, missbilligt die Intention und Zielsetzung des auf ehrenamtlicher Basis initiierten Projektes, eine Plattform zum Kennenlernen und des sozialen Miteinanders zwischen Meißner Bürgern und Geflüchteten zu schaffen.   In Ihrem darauffolgenden Bericht stellten Sie auch in der Druckausgabe neben einer Stellungannahme des Vereinsvorsitzenden lediglich zwei Facebook-Kommentare mit falschen Behauptungen dar.

So geben sie unhinterfragt die Kritik des Stadtrates M. Bahrmann wieder, der den Ansatz des Vereins, den Garten in Zukunft unter anderen wieder als Freizeitfläche zu nutzen, nachdem zu Beginn BMX-Fahrer das Feld haben räumen müssen, als Hohn bezeichnet. Der Pachtvertrag mit den BMX-Fahrern wurde nicht auf Wunsch des Bunten Meißens gelöst. Zur Aufhebung des Vertrages durch die Stadt kam es, weil die Strecke zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr durch die BMX-Fahrer genutzt und gepflegt wurde. Zu Beginn der Pachtverhandlungen war der Verein Buntes Meißen sogar bereit, nur eine Teilfläche zu pachten, jedoch wurde dann auf Wunsch der Stadt das gesamte Areal übernommen.  Am Ende ihres „Berichtes“ drucken sie die Meinung einer DRK-Mitarbeiterin, in der gleich mehrere Punkte sachlich falsch dargestellt sind und von Ihnen unhinterfragt geteilt werden. So gab die Mitarbeiterin ihren Unmut dahingehend kund, dass ihr Ortsverein Unkosten für Ausrüstung und Ausbildung selbst erarbeiten müsse. Dem Bunten Meißen schlug sie vor, Mitgliedsbeiträge zu erheben bzw. ein Entgelt für Sprachkurse zu verlangen, damit die Sprachlehrerin selbst finanziert werden könne. Sachlich richtig ist, dass das Bunte Meißen für Sprachlehrer, Ausrüstungsgegenstände oder sonstige Investitionen keinen Cent an Fördergeldern erhält. Alles was in diesem Bereich geschieht, ist ausschließlich Resultat ehrenamtlichen Engagements und privater Spenden. Unsere SprachlehrerInnen arbeiten unentgeltlich, die Arbeitsmaterialien haben wir aus Vereinsgeldern finanziert. Gartengeräte, Computer, Mobiliar für unsere Begegnungsstätte – alles ist gespendet und nicht öffentlich gefördert.  Außerdem erhebt der Verein seit Gründung einen obligatorischen geringfügigen Mitgliedsbeitrag.

Die Vermischung von Bericht und Meinung ist an dieser Stelle besonders ärgerlich, da dies dazu beiträgt, Stimmungen gegen den Verein, die oft ihren Ursprung in sozialen Medien finden, anzuschüren. Eine seriöse Berichterstattung, die auf einer eigenen Recherche gründet und  auf deren Grundlage sich ein jeder eine fundierte Meinung bilden kann, sieht anders aus! Dies wäre jedoch in unser „postfaktischen Zeit“ dringend geboten. Ein soziales und friedliches Miteinander zwischen Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund in Meißen mit zu gestalten ist eine große Aufgabe und  sollte unser gemeinsames Ziel sein.

 

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