Asyl in Deutschland

Informationen zu Asylbewerbern

Diese Informationen wurden mit freundlicher Unterstützung der Diakonie Riesa / Großenhain zusammengetragen.

Was dürfen Asylsuchende beantragen und was steht ihnen zu

Leistungsbezug

Alle Asylbewerber erhalten Leistungen nach §3 AsylbLG in Anlehnung an das SGB XII. Diese beinhalten:

  • Sachleistungen für Unterkunft und Nebenkosten

  • Sachleistungen für Innenausstattung der Wohnung, Haushaltsgeräte und Haushaltsgegenstände

  • Barleistungen für den persönlichen Bedarf sowie für Nahrung, Kleidung und Hygiene

Diese Barleistungen werden jeweils am Monatsanfang ausgezahlt bzw. auch teilweise auf bestehende Konten überwiesen.

Folgende zusätzliche Leistungen können außerdem auf Antrag gewährt werden:

  • bei Schwangerschaft für Umstandsbekleidung

  • bei Geburten für Erstausstattung der Neugeborenen, Babybett und Kinderwagen

  • für Kinder, die einen Kindergarten oder eine Schule besuchen, einen Zuschuss zum Mittagessen (die Familien zahlen dann pro Essen nur einen Euro)

  • bei Schulbesuch ein Zuschuss für Schulmaterial, Klassenfahrten und Lernförderung

Kleiderkammern / Tafeln

Asylbewerber können grundsätzlich die Kleiderkammern bzw. die Tafeln aufsuchen. Beim ersten Aufsuch der Tafel ist ein gültiges Ausweisdokument sowie der letzte Leistungsbescheid der Ausländerbehörde Meißen vorzulegen. Adressen, Preise und Öffnungszeiten halten die Berater der Diakonie am jeweiligen Standort bereit.

Finanzielle Unterstützung

Jeder Asylsuchende bekommt Mittel zur Sicherung des physischen Existenzminimums (Miete, … ) und einen Geldbetrag zur Deckung des sozial – kulturellen Existenzminimums.

Der Geldbetrag für das soz.kult. Existenzminimums wird in bar ausgezahlt, die Grundsicherung wiederum wird dem Vermieter überwiesen, die Asylsuchenden bekommen dieses Geld nicht ausgezahlt.

Dies bedeutet, einer Familie, bestehend aus Vater + Mutter + Kind (10 Jahre) + Großmutter, stehen zusammen 1114 € zu. Von diesem Geld werden ihnen aber nur 464 € als Barmittel ausgezahlt. Von diesen Mitteln müssen sie unter anderem Nahrung, Kleidung, Hygieneartikel, …. bezahlen.

Im Vergleich stehen einer Familie, bestehend aus Vater + Mutter + Kind (10 Jahre) die von Arbeitslosengeld II lebt, rund 1000 € + Miete, für eine Wohnung mit bis zu 80 m², zu.