Pressemitteilung zu den Vorwürfen gegen den Internationalen Garten Meißen

Der Landtagsabgeordnete Carsten Hütter hat zum wiederholten Male dem Internationalen Garten Meißen vorgeworfen Steuergelder zu verschwenden. Dazu folgende Stellungnahme durch den Vorstand des Vereins Buntes Meißen – Bündnis Zivilcourage, der das Projekt betreibt.

„Es erschließt sich uns leider nicht ganz, was Carsten Hütter mit seinem Vorgehen bezweckt. Es ist das Recht eines jeden Abgeordneten Fragen an die Staatsregierung zu stellen. Dies hat er getan, doch wohl nicht die Antworten erhalten, die ihn zufrieden stellten. Nun fühlte er sich gemüßigt oder durch seine Parteikollegen aus der Stadt getrieben, eine unangemeldete Ortsbegehung durchzuführen. Zugegeben, ein Garten, den man bei Regenwetter aus einem Auto heraus fotografiert, macht vielleicht nicht den besten Eindruck. Daraus aber zu schließen, dass das Grundstück in einem verwilderten Zustand sei und sich nichts getan hätte ist schon dreist. Man muss Herrn Hütter nachsehen, dass er Meißen erst seit ein paar Wochen kennt und somit den „Urzustand“ des Geländes nicht erleben konnte. Mit ein wenig mehr Engagement z.B. einem persönlichen Gespräch mit den Verantwortlichen oder einem Besuch einer der zahlreichen Veranstaltungen, die der Int. Garten in den letzten Monaten angeboten hat, wäre er leicht zu einem realistischeren Bild gekommen. So hätte er beispielsweise die neugeschaffenen Spielwiesen, den wiederhergestellten Spielplatz, die wiedernutzbar gemachte Bühne, die angelegten Garten- und Hochbeete u.v.m.  entdeckt, was man hinter der Autoscheibe auf dem ersten Blick nicht so schnell sieht.“, so Jana Henker, stv. Vorsitzende des Vereins.

Tilo Hellmann ergänzt: „Herr Hütter müsste ja, wenn er die Antworten auf seine kleinen Anfragen lesen würde, wissen, dass wir aktuell nicht durch den Freistaat Sachsen gefördert werden. Das war eine schwierige Situation für uns, die wir aber aufgrund des hohen ehrenamtlichen Engagements gemeistert haben. Unsere Projektleiterinnen verfügen als Dipl. Gartenbauingenieurin und Diplomforstwissenschaftlerin über genügend Erfahrung, wie die nachhaltige naturnahe Gestaltung eines Grundstücks von dieser Größe vonstattengehen muss. Des Weiteren bewirtschaftet der Verein ein Areal von 3,5 ha. Es leuchtet also jedem ein, dass das, was in Jahrzehnten kaputt gegangen ist, nicht in wenigen Monaten mit beschränktem Budget (es gab keine Investitionskosten gefördert) komplett wiederhergestellt werden kann.“

Heike Ribbeck, Projektleiterin im Internationalen Garten führt aus: „Die Behauptungen, die Herr Hütter aufstellt, sind schlichtweg falsch oder zeugen von Unkenntnis. Es wurden durch den Verein 60 Bäume gepflanzt, die sich bester Gesundheit erfreuen. Für die Bewirtschaftung einer Streuobstwiese gibt es von der Stiftung NatureLife, die die Bäume gestiftet hat, klare Regel für die Wiesenmahd. So darf zum Schutz der Wiesenfauna und -flora nur zweimal im Jahr gemäht werden und dies auch erst Ende Juni. Wir sind aktuell dabei und haben derzeit 1/3 der Fläche geschafft. Der Rest folgt in den nächsten Tagen. Ich empfehle Herrn Hütter, sich wie alle anderen Interessierten, in Zukunft im Vorfeld bei uns zu melden. So können solche Missverständnisse erst gar nicht entstehen und er hat die Möglichkeit aus erster Hand Informationen zu bekommen und etwas über naturnahes Gärtnern zu lernen. Schließlich sind wir ja ein integratives Projekt, von dem alle profitieren sollen.“

Ein kleiner Auszug der Dinge, die bisher geschehen sind:

  • hängerweise Schrott und Müll entsorgt
  • 4 Spielflächen wiederhergestellt/Spielplatz gebaut
  • Bühne gesichert und wieder nutzbargemacht/gestaltet
  • Naturnahe Streuobstwiese (60 Bäume) angelegt
  • Gartenbeete / Hochbeete angelegt
  • Gestrüpp beseitigt
  • Baumsicherung läuft
  • Komposttoilette gebaut
  • Dachentwässerung + Regenwasserspeicher gebaut
  • 750m Zaun gebaut
  • Sitzecken eingerichtet
  • 5 große Feste durch den Verein in 2016 durchgeführt

 

 

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